Effektives Internetmarketing! 

 
 

Anknüpfend an eine mir heute direkt gestellte Frage im Zusammenhang mit Google Analytics möchte ich meine Einschätzung zu diesem Thema nochmals umfassender und öffentlich bekannt geben.
Solche Statistikmittel haben durchaus ihre Berechtigung, aber es besteht auch eine Gefahr: Nämlich, sich davon zu begrenzenden Hochrechnungen zu verleiten lassen.
Statistiken sind lediglich Momentaufnahmen aus der Vergangenheit, sie sagen absolut nichts darüber aus, wie die Entwicklung innerhalb der nächsten sechs Monate oder sechs Jahre verlaufen wird.
Es ist ähnlich wie bei Zeugnisnoten in der Schule.
Der Lehrer erzäht etwas oder fordert die Schüler auf, bestimmte Unterrichtsmaterialien zu studieren. In den Schulaufgaben werden Fragen gestellt, deren Beantwortung sich in den Unterrichtsmaterialien befand. Je besser der Schüler diese Fragen beantworten kann bzw. an je mehr richtige Antworten er sich erinnt, umso besser seine Note.
Sagt das etwas darüber aus, ob er das Wissen auch verinnerlicht hat?
Die Zeugnisnote sagt nur etwas darüber aus, wo sich die Gedanken der Schülerin oder des Schülers während eines sehr kurzen Zeitraums in der Vergangenheit befanden.
Dazu kommt, dass sich die Erwartung des Lehrers auf die Leistungen der Schüler auswirkt ("Pygmalioneffekt"). Und so läuft dieser Mensch eventuell jahrzehnelang durchs Leben und hält sich in gewissen Bereichen für "schlecht", weil er damals "schlechte Noten" geschieben hat.
Später ändern sich diese Momentaufnahmen; sie heißen dann Steuerbescheide, Beurteilungsbögen, Umsatzzahlen, Röntgenaufnbetriebswirtschaftliche Auswertung oder sonst etwas. In jedem geht es immer um etwas, das bereits vorbei ist.
Und dieses bereits vergangene Ergebnis wird dann zur Ursache für die künftigen Ergebnisse.
Wenn wir künftig bessere Ergebnisse erzielen wollen, müssen wir uns von den vergangenen Beurteilungen frei machen, sondern die Entscheidung treffen, künftig ein klar spezifiziertes Ziel erreichen zu wollen - auch wenn wir uns nicht vorstellen können, wie wir es erreichen!
Wie das im einzelnen vonstatten gehen wird, ist unerheblich.
Mehr noch: Wenn wir bereits genau wissen, wie es gehen kann, ist das Ziel mit Sicherheit zu niedrig angesetzt.

Wir alle sind so konditioniert, dass wir am liebsten genau wüssten, wie wir von A nach Z kommen. Wenn wir es nicht wissen, schleichen sich Zweifel ein.
Doch viel wichtiger als das Wie ist das Warum!
Gerade jetzt, in der Zeit der Neujahrsvorsätze, sind viele dieser Vorsätze von Anfang an Totgeburten, weil die Leute nicht wissen, wie ihr Bewusstsein funktioniert.

Ich sehe mir Statisiken durchaus selbst an, aber wir dürfen nicht in den Fehler verfallen, die momentanen Zahlen als Indizien für künftig erreichbare Erfolge anzusehen.