Effektives Internetmarketing! 

 
 

Warum "perfekt"
nicht immer besser ist




"Perfektionswahn" hat sicherlich sein Gutes:

Sollte ich mich einer Operation unterziehen müssen, wäre mir sehr recht, wenn der Chirurg nicht nur mit der Haushaltsschere an mir herumschnippseln würde.

Auch von meinem Autobauer erwarte ich mir Perfektion - nicht nur wegen der Scherereien bei Rückrufaktionen.

Und dass der Küchenchef nicht wahllos nach dem Zufallsprinzip irgendwelche Gewürze verwendet, kommt mir ebenfalls entgegen.

Doch meines Erachtens treffen solche Perfektionsansprüche auf die meisten Sparten nicht zu und können sogar erfolgsverhindernd wirken.

Ich darf etwas ausholen:

Vor über zwanzig Jahren leitete ich eine kleine Agentur mit vier Personen. Wir hielten uns einigermaßen über Wasser, aber das Erscheinungsbild unserer kleinen Firma war eher "selbstgestrickt".

Damals war ein Modewort in aller Munde: Corporate Identity (CI).

Alles müsse ein "einheitliches Erscheinungsbild" abgeben und einen "Wiederkennungswert" beim Kunden hervorrufen.

Zuerst lies ich von einem Patentanwalt eine so genannte Ähnlichkeitsrecherche durchführen, um auch "sicher zu gehen", dass der Firmenname noch frei sei.

Dann beauftragte ich eine namhafte Firma (deren Name ähnlich wie das Gerät auf diesem Foto lautet - allerdings ohne "Mäh"), um mir ...

- ein neues Logo zu entwerfen
- Briefpapier und Visitenkarten zu gestalten und
- überhaupt alles "aus einem Guß" zu erstellen.

Nachdem diese sündteuere Aktion fertig war, hatten wir viele Schränke mit neuen Briefbögen, Durchschreibesätze für die Rechnungen, Postkarten, Visitenkarten - überhaupt alles schön einheitlich.

Danach wurde nach diesem Muster von einer Agentur ein Internetauftritt gestaltet. Das war damals noch etwas Seltenes - und sehr Teueres.

Es dauerte keine zwei Monate und aus dem schönen Hamburg traf das Schreiben eines Anwalts ein, der mir beschied, dass sein Mandant ebenso hieße wie unsere Firma und dass ich wer-weiß-wieviele-Wochen (oder Tage) Zeit habe, um mir eine andere Firmierung zu überlegen. Danach sehe er sich "gezwungen", Klage einzureichen.

Die "Ähnlichkeitsrecherche" hatte also überhaupt nichts genutzt.

Da das schöne neue Briefpapier hinten mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bedruckt war, taugte es nicht einmal mehr als Konzeptpapier oder für Schmierzettel.

Ich konnte noch von Glück sagen, dass ich mich nicht zu einer "9001"-Zertifizierung überreden hatte lassen, welche damals ebenfalls als "Muss" verkauft wurde.

Warum dieser Abstecher in private Erfahrungen?

Weil Ihnen damit vielleicht eine teuere Lektion erspart bleibt.

Eines wusste ich damals noch nicht:

Das Wichtigste im Geschäftsleben ist nicht der professsionelle Anstrich.

Das Wichtigste ist Marketing!



Hätte ich auch nur ein Zehntel dieses Geldes dafür aufgewendet, neue Kunden zu finden und unsere Leistungen zu verkaufen, wäre dies wesentlich klüger gewesen.

Solange nichts verkauft wird, gibt es auch nichts zu verwalten.

Mit Sicherheit gibt es abertausende von Existenzgründern, die von Anfang an "alles richtig machen" wollen, in modernste Computer und schöne Büroausstattungen investieren - aber ihre Produkte oder Leistungen nicht verkaufen.

In den meisten Fällen braucht das Produkt nicht "perfekt" zu sein. Nachdem Rückmeldungen von Kunden eingehen, kann es immer noch verbessert werden.

Zur Veranschaulichung ein ganz anderes Beispiel:

Person A will ein paar überschüssige Pfunde loshaben und bemüht sich redlich darum, von Anfang an alles "perfekt" zu machen:

Von jetzt an wird gesund gegessen.
Jeden Tag Körperübungen.
Natürlich unterstützt von Subliminals vor dem Einschlafen ....

Warum dürfte das zum Scheitern verurteilt sein?

Weil ...

es die wenigsten durchhalten!

Irgendwo lockt eine süße Nachspeise, oder bei dem heutigen Wetter jagt man doch keinen Hund raus, und so weiter und so fort ....

Person B nimmt das Ganze nicht so bierernst.

Diese Person ist die ersten Wochen über ein bisschen aktiver als vorher und verändert nur eine einzige Gewohnheit!

Und nach ein paar Wochen ist ihr dieser gewohnheitsmäßige Spaziergang oder der Salat jeden Freitag in Fleisch und Blut übergegangen und jetzt ist es an der Zeit, eine weitere Gewohnheit hinzufügen.

Letztendlich errreicht Person B ihr Ziel, obwohl - nein, gerade weil! - sie nicht alles "perfekt" machen wollte.

Fazit:

Überlegen Sie sich nur eine Sache, die Sie künftig fest in Ihre Marketingaktivitäten einbinden wollen.

Mit der Zeit werden Sie in diesem Bereich immer sicherer und besser.

Erst dann erweitern Sie Ihr Repertoire um den nächsten Schritt!

Viel Erfolg!
 


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